Weitere Infos über die Rasse finden Sie auf den Seiten der EMFTHA und der MFTHBA (siehe LINKS)

So fing es bei uns an ...

Das erste Mal lasen wir etwas über Missouri Foxtrotter 1993 in der Zeitschrift "Freizeit im Sattel" (FS). Helge Raaz aus Österreich stellte dort in einem kurzen Bericht die Rasse vor. Er hatte sie kurz zuvor für sich als ideale Freizeit- und Familienpferde entdeckt und berichtete, dass er schon viele Rassen "durchprobiert" habe und ihn letztendlich immer irgendwelche Nachteile gestört hatten. Jetzt endlich hatte er gefunden, was er so lange suchte: ein handliches (Stockmass 1,45 m  bis 1,60 m), unkompliziertes, fleißiges, ausdauerndes, bequemes und menschenbezogenes Pferd, mit dem er ohne Probleme täglich ausgedehnte, bequeme Ritte machen konnte.
Bis 1996 war uns dieser Bericht nicht mehr aus dem Kopf gegangen und nach einigen Kontakten mit Herrn Raaz importierten wir 1997 zwei Stuten aus den USA (siehe "Stuten & Hengst": Kitten und Shadow).


Geschichte der Rasse

Um 1820 wurden die Ozark Mountains in Missouri und Arkansas, USA besiedelt. Die Siedler brachten ihre besten Pferde mit und um ein für das schwierige Gelände geeignetes Pferd zu erhalten züchteten sie Pferde mit unterbrochenem/gebrochenem Schritt. Sie kreuzten z.B. American Saddlebred und (später) Tennessee Walker ein. Die Foxtrotter wurden so bald zu beliebten Pferden bei Sheriffs, Ärzten und anderen Leuten, die lange Strecken bequem und relativ schnell zurücklegen wollten. Aber auch bei  der Arbeit mit den Rindern sowie allen anderen Rancharbeiten wurden sie eingesetzt.

Heute findet man ca. 65000 Foxtrotter weltweit; als Vergleich: Es gibt circa 4 Millionen Quarter Horses weltweit. 
In Europa sind mittlerweile zwischen 350 und 400 Foxtrotter anzutreffen. 
Auch in den US-Nationalparks wurden in der Vergangenheit viele Foxtrotter eingesetzt. Immer beliebter werden die Foxtrotter heute bei Freizeit- und Wanderreitern.


Gänge


Neben den Gängen Flat Foot Walk, Foxtrott (daher der Name der Rasse) und Canter oder Lope bieten die Pferde je nach Veranlagung auch Running Walk oder Single Foot (Tölt) an.
Der Foxtrott ähnelt dem Trab (ist auch eine diagonale Gangart), jedoch setzen die beide diagonalen Beinpaare nicht zeitgleich auf dem Boden auf; das Aufsetzen ist kurz nacheinander, nämlich der Vorderhuf für den Bruchteil einer Sekunde vor dem diagonalen Hinterhuf. Es sieht aus, als gehe das Pferd vorne Schritt und hinten Trab. Für den Reiter ist das sehr bequem. Er wird nicht nach oben geworfen wie im Trab, sondern kann sitzenbleiben.
Sehr bequem ist der Flat Foot Walk, ein schneller Schritt (ca. 4 Milen pro Stunde) und eine laterale Gangart.
Bei allen Gangarten gibt es bei den Foxtrottern keine hohe Fußaktion, d.h. die Gänge sind sehr ökonomisch und können so auf längere Strecken gegangen werden.


Farben und Charakter 

Rassetypische Farben gibt es nicht. Wir haben bei uns Braune, Rappen, Grau-Schimmel und Füchse. Es gibt aber auch Palominos, Schecken u.v.a.
Ein weiteres Zuchtziel ist die ruhige Gelassenheit sowie die Menschenbezogenheit. Hiervon können Sie sich gerne persönlich in unserer Herde überzeugen. Besuchen Sie uns und urteilen Sie selbst. Sie sind herzlich willkommen!